Viel Platz, freie Gestaltungsmöglichkeiten und eine sichere Altersvorsorge: Das sind nur drei Gründe, für den Bau des eigenen Hauses. Gut zu wissen, dass Staat, Länder und Gemeinden hier finanziell unterstützen und attraktive Fördermittel bereitstellen. Neben hohen Zuschüssen und günstigen Darlehen gibt es dabei eine Reihe weiterer Vergünstigungen zur Förderung im Neubau.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Von der höchsten Förderung profitieren Bauherren, die sich für einen besonders effizienten Neubau entscheiden. Denn hierfür gibt es Zuschüsse oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen in Höhe von bis zu 25 Prozent. Bei anrechenbaren Kosten von maximal 150.000 Euro ergibt das maximal 37.500 Euro staatliche Unterstützung pro Wohneinheit. Wer eine Förderung im Neubau bekommen möchte, muss die gesetzlichen Mindeststandards in Sachen Energieeffizienz um mindestens 45 Prozent übertreffen. Günstig ist es außerdem, auf eine nachhaltige Bauweise und einen hohen Anteil regenerativer Energien zu achten. Zu beantragen sind die Mittel vor Baubeginn bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Programme 261 und 461).

Einen Überblick über aktuelle Förderprogramme und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung finden Sie im eBook „Förderung für den Neubau“ von energie-fachberater.de

 

Baukindergeld bringt Familien ins Eigenheim

Bauen oder kaufen Familien ein Haus, bekommen sie Baukindergeld in Höhe von 12.000 Euro pro Kind. Die Förderung für den Neubau gibt es in zehn gleichen Jahresraten zur freien Verfügung auf das eigene Konto. Voraussetzung ist allerdings, dass die Baugenehmigung oder der Kaufvertrag auf spätestens 31.03.2021 datiert sind. Außerdem darf das Haushaltseinkommen die Summe aus 75.000 Euro plus 15.000 Euro pro Kind nicht übersteigen. Kommt das Förderprogramm infrage, beantragen Familien dieses bis zu sechs Monate nach dem Einzug, spätestens jedoch am 31.12.2023, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Programm 424).

 

Wohneigentumsprogramm zur Förderung im Neubau

Wer ein Haus oder eine Wohnung zum eigenen Bedarf baut oder kauft, bekommt bis zu 100.000 Euro in Form eines günstigen Kredits von der KfW. Das Geld aus dem Wohneigentumsprogramm (KfW-Programm 124) lässt sich unter anderem für Baugrundstücke, Baukosten oder Baunebenkosten (Notar, Makler, Grunderwerbsteuer etc.) nutzen. Als große Hilfe bei der Finanzierung ist es vor Baubeginn über die eigene Hausbank zu beantragen. Wichtig zu wissen: Für Umschuldungen, Nachfinanzierungen oder vermietete Wohneinheiten kommt die Förderung im Neubau nicht infrage.

 

Förderangebote von Ländern und Gemeinden prüfen

Neben den staatlichen Förderangeboten gibt es finanzielle Hilfen auch von vielen Ländern, Städten und Gemeinden. Erhältlich sind beispielsweise Zuschüsse oder günstige Darlehen, die sich oft auch mit der Neubauförderung vom Staat kombinieren lassen. Kleine Gemeinden bieten darüber hinaus weitere Vergünstigungen, wie preiswerte Baugrundstücke oder die Übernahme der Kindergartengebühren. Die Anreize sollen vor allem junge Familien anlocken und eine stabile Bevölkerungsentwicklung sicherstellen. Um den Überblick zu behalten, hat aktion-pro-eigenheim.de die wichtigsten Förderprogramme der Länder sowie Angebote von Städten und Gemeinden zusammengestellt.

 

Mit kirchlicher Förderung in den Neubau einziehen

Kirchen und Bistümer besitzen viel Land, mit dem sie häufig auch Familien zum eigenen Haus verhelfen. Angehende Bauherren bekommen dabei vielerorts Grundstücke mit Erbbaurecht. Sie sparen viel Geld durch die wegfallenden Grundstückspreise und bekommen eher eine Zusage zur Finanzierung. aktion-pro-eigenheim.de zeigt in einer Übersicht, welche Kirchen eine Förderung im Neubau vergeben.

 

Schritt für Schritt zur Förderung von Bau oder Kauf eines Effizienzhauses