Jedes Jahr steht sie an und sorgt immer wieder für Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Vermieter – die Betriebskostenabrechnung. Bei vielen Eigentümern herrscht Unklarheit darüber, welche Kosten auf den Mieter in Form von Nebenkosten umgelegt werden dürfen und welcher Verteilungsschlüssel für die jeweilige Kostenart zu Grunde gelegt werden soll.

 

Sie können als Vermieter nur im Mietvertrag vereinbarte Nebenkosten abrechnen

 „Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass nur Posten, die im Mietvertrag als Nebenkosten aufgeführt werden, auch abgerechnet werden dürfen“, so Christian Müller, Immobilien-Ökonom und Geschäftsführer des Karlsruher Immobilienmaklerunternehmens Hust & Herbold und führt aus: „Nicht alle Kosten, die einem Vermieter in Bezug auf seine Immobilie entstehen, können auf den Mieter als Nebenkosten übertragen werden.“

 

Insgesamt 17 Nebenkostenarten

Insgesamt gibt es 17 Nebenkostenarten, die Sie als Vermieter dem Mieter in Rechnung stellen dürfen. Welche Posten dies im Einzelnen sind, regelt § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV). Es empfiehlt sich entweder im Mietvertrag den kompletten § 2 der Betriebskostenverordnung aufzuführen oder zumindest auf diesen zu verweisen und als Anlage dem Mietvertrag beizufügen.

 

Keine pauschalen Abschlagszahlungen

Sehen Sie von pauschalen Abschlagszahlungen ab, denn mit einer vereinbarten Pauschale sind alle Nebenkosten abgegolten. „Das bedeutet, dass Sie keine Nachforderungen an Ihren Mieter stellen können, selbst wenn die Kosten höher sind als die bisherigen Zahlungen des Mieters“, so Müller.

 

Selbst bei hohen Pauschalen, zahlen Sie meist drauf

Bedenken Sie, selbst wenn Sie eine zu Ihren Gunsten recht hohe Pauschale ansetzen, zahlen Sie am Ende meist drauf. Denn für den Mieter macht es keinen Unterschied wie viel Strom und Wasser er verbraucht. Er zahlt immer nur die vereinbarte Pauschale. Auch steigende Energiepreise machen da keinen Unterschied.  Anders als bei Vorauszahlungen muss der Vermieter bei einer pauschalen Vereinbarung über die Betriebskosten nicht abrechnen. Denn bei dieser Vereinbarung muss der Mieter zwar keine Nachzahlung leisten, jedoch bekommt er auch keine Rückerstattung.

 

Über Hust & Herbold

Hust & Herbold kann auf mittlerweile über 29 Jahre Erfahrung im Immobilienbereich verweisen und genießt in Karlsruhe und der Region sowie in der Südpfalz einen exzellenten Ruf. Das Maklerunternehmen unterstützt Sie bei Fragen jeglicher Art rund um die Immobilie. Rufen Sie gerne an unter 0721 98749-0.