Viele Menschen reizt der Gedanke, ein schönes, historisches Gebäude zu besitzen. Doch bei unter Denkmalschutz stehenden Immobilien gilt es einiges zu beachten. So gibt es allerhand steuerliche Vorteile, aber auch Einschränkungen bei der Gestaltung.

 

Die wichtigsten Steuervorteile und Einschränkungen auf einen Blick

Die meisten Denkmalschutzimmobilien sind nicht mehr in einem standesgemäßen Zustand, sodass sie für gewöhnlich relativ viel Renovierungsarbeiten erfordern, was wiederum mit hohen Kosten verbunden ist. Diese Kosten können Sie jedoch größtenteils über viele Jahre steuerlich geltend machen. „Erwerben Sie die Immobilie als Kapitalanlage und bewohnen Sie nicht selbst, dann können Sie 100 Prozent der vom Denkmalschutzamt anerkannten Modernisierungskosten über zwölf Jahre als Werbungskosten abschreiben – acht Jahre lang neun Prozent und vier Jahre lang sieben Prozent“, erläutert Christian Müller, Immobilien-Ökonom und Geschäftsführer des Karlsruher Immobilienmaklerunternehmens Hust & Herbold.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Kaufpreis für die Altbausubstanz abzuschreiben. Dabei können Sie mit 2,5 Prozent für vor 1925 erstellten Objekten sowie mit 2 Prozent bei ab 1925 erstellten Objekten rechnen.

Das Amt für Denkmalschutz legt schließlich fest, ob Renovierungskosten anerkannt werden oder nicht. Heizungen, Stromleitungen oder Malerarbeiten sind in der Regel problemlos möglich, bei Außenanlagen wird es schwierig.

In der Gestaltung der Immobilie sind Sie jedoch keineswegs frei. „Über jegliche bauliche Veränderung entscheidet das Amt für Denkmalschutz“, so Müller und führt aus: „Dieses versucht sich in der Regel so nah wie möglich am Originalzustand zu orientieren. Bessere Chancen haben Sie meist im Inneren etwas zu verändern als außen.“

 

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