Die Energiewende ist in vollem Gange und verändert unseren Alltag und unsere Denkweisen. Erneuerbare Energien sind dabei schon lange nichts Neues mehr. Doch aktuelle Trends aus der Energiewelt heißen dezentrale Stromerzeugung, Digitalisierung & Vernetzung sowie Sharing Economy – also den Strom teilen? Wie diese drei Trends ganz einfach zusammenpassen erklärt uns Julian Schulz, Geschäftsführer des Start-up Unternehmens metergrid, im Interview.

 

Volksbank Karlsruhe: „Hallo Julian, – dezentral, digital, vernetzt – was haben diese drei Schlagworte mit eurem Geschäftsmodell zu tun? Was macht ihr überhaupt bei metergrid?“

Julian Schulz: „Gerade beim Thema Stromversorgung denken viele an das zentrale Modell von z.B. einem Kraftwerk, das uns alle mit Strom versorgt. Was wir jetzt aber sehen mit erneuerbaren Energien ist, dass die Energieversorgung dezentraler wird, das heißt an unterschiedlichen Orten Strom erzeugt und genutzt wird. Für diese Dezentralität funktionieren die aktuellen Prozesse und Software-Lösungen nicht mehr. Wir bei metergrid haben daher Lösungen entwickelt, um vor allem finanzwirtschaftliche Abläufe in dezentralen Systemen im Stromsektor zu automatisieren und so profitabler und zugänglicher zu machen. Der Fokus liegt dabei auf unserer Software, die es z.B. ermöglicht, Mieterstrom-Modelle einfach und digital abzuwickeln und zu verwalten.“

 

Volksbank Karlsruhe: „Stichwort Mieterstrom-Modell. Das spielt bei euch ja eine wichtige Rolle, doch viele wissen noch gar nicht, was genau dahintersteckt. Kannst du uns den Ablauf erklären?“

Julian Schulz: „Ein Beispiel für dezentrale Energieversorgung ist das Mieterstrom-Modell. Bisher wurde der Strom von Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern fast ausschließlich in das Stromnetz eingespeist. Die Modelle werden nun attraktiver, da sich gesetzliche Rahmenbedingungen verbessert haben. Jetzt kann der Vermieter den Strom der PV-Anlage an seine Mieter direkt verkaufen. Das ist dann das sogenannte Mieterstrom-Modell.“

 

Volksbank Karlsruhe: „Das klingt spannend, aber ist sicher auch mit etwas Aufwand verbunden. Warum lohnt sich der Wechsel zum Mieterstrom-Modell für mich als Immobilieneigentümer und Vermieter?“

Julian Schulz: „Das äußert sich aus meiner Sicht auf zwei verschiedenen Wegen, nämlich extrinsisch und intrinsisch. Zum einen kann ich mit dem Mieterstrom-Modell die Rendite meiner Immobilie steigern und damit eine zusätzliche Einnahmequelle generieren. Auch für die Mieter wird es attraktiver, da die Wohnnebenkosten sinken, denn Mieterstrom ist bis zu 10% günstiger als der Grundversorger.

Intrinsisch sind viele unserer Kunden besorgt, wie es um die Zukunft unseres Planeten und ihrer Kinder steht. Sie wollen etwas verbessern und können genau das mit dem Mieterstrom-Modell. Denn dadurch kann grüner Strom produziert und der CO2 Ausstoß reduziert werden.

 

Volksbank Karlsruhe: „Welchen Beitrag leistet dabei nun genau metergrid?“

Julian Schulz: „Zum einen bieten wir mit unserer Software unseren Kunden ein digitales Tool, um die finanziellen Belange rund um Mieterstrom automatisiert und transparent abzuwickeln. Zu einem ganzheitlichen Mieterstromkonzept gehören aber zum Beispiel auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Installation einer PV-Anlage und ein Messstellenkonzept.

Metergrid kann durch sein starkes Partnernetzwerk daher verschiedene Bausteine zusammenführen und ganzheitliche Produkte anbieten. Und mit etwas Mithilfe durch den Eigentümer können insbesondere auch kleinere Anlagen wirtschaftlich umgesetzt werden Bei größeren Kunden wie Energiegenossenschaften oder Wohnbaugesellschaften gehen wir auch stärker in eine beratende Rolle.

 

Volksbank Karlsruhe: „Auf dem Wohnfächer Karlsruhe informieren sich unsere Besucher über verschiedene Themen rund um Immobilie, Bauen und Wohnen. Was rätst du all denen, die sich nun für das Mieterstrom-Konzept interessieren?“

Julian Schulz: „Der erste Schritt ist, sich über das Konzept zu informieren. Ein weiteres Angebot ist unser Wirtschaftlichkeitsrechner, den Sie auch hier auf dem Wohnfächer unter diesem Beitrag finden. Mit ersten Rahmendaten können Interessenten damit ihre mögliche Rendite sowie Investitionskosten berechnen. Weiterhin stehen wir natürlich gerne jederzeit für eine Beratung zur Verfügung, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Eine Anfrage können Interessenten auch gerne HIER über den Wohnfächer stellen.

 

Volksbank Karlsruhe: „Die PV-Anlage ist natürlich ein entscheidender Faktor bei der Umsetzung eines Mieterstrommodells. Wenn ich nun noch keine Anlage für meine Immobilie habe, was dann?“

Julian Schulz: „Wir möchten den Prozess der Suche nach einem PV-Anlagen Anbieter vereinfachen. Dafür bauen wir gerade gemeinsam mit der Volksbank Karlsruhe z.B. über den Wohnfächer ein Partner-Netzwerk auf, damit Kunden direkt in Kontakt mit einem PV-Anlagen Anbieter treten können.“

 

Volksbank Karlsruhe: „Super, dass es da schon so viele Hilfestellungen für Interessenten gibt. Kannst du zum Abschluss nochmal zusammenfassen, für wen das Mieterstrom-Modell vor allem interessant ist?“

Julian Schulz: „Grundsätzlich beraten wir alle, vom kleinen bis zum Großprojekt. Mieterstrom funktioniert bei Privatpersonen mit Immobilien mit mehreren Einheiten. Hier kann vor allem unsere Automatisierung die Abwicklung erleichtern. Das Modell ist aber ebenfalls für große Wohnimmobiliengesellschaften interessant, die ein umfangreiches Tool zur ganzheitlichen Abwicklung suchen. Auch hier können wir Lösungen bieten.“

 

Volksbank Karlsruhe: „Wir haben mit Trends begonnen und wollen auch mit Trends enden. Wie sieht deiner Meinung nach die Zukunft der Energiewelt aus? Welche Trends werden noch kommen?“

Julian Schulz: „Ich bin auf jeden Fall davon überzeugt, dass sich das Modell der dezentralen Stromversorgung weiter ausbreiten wird. Zudem sehen wir auch, dass die Nachfrage nach E-Mobilität stark ansteigt und auch die Förderung dieser Technologien wächst. Auch hier fragen Kunden vermehrt ganzheitliche Konzepte an, die wir ebenfalls anbieten können. Wir haben erste Pilotkonzepte umgesetzt, bei denen neben der allgemeinen Stromversorgung auch noch Ladesäulen ins Mieterstrom-Modell integriert werden. Die Profitabilität des Konzeptes verbessert sich dadurch sogar, da mehr Strom im Direktverbrauch genutzt wird. Hier wird sich in Zukunft einiges verändern und wir sind froh, auch für diesen Trend wichtige Partner im Boot zu haben.“

 

Volksbank Karlsruhe: „Das klingt nach einer spannenden Zukunft. Vielen Dank Julian für diesen Einblick.“

 

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