Nachhaltig bauen – was spricht dafür?

Das Thema Nachhaltigkeit spielt für immer mehr Verbraucher eine wichtige Rolle. Das gilt auch fürs Wohnen: So entscheiden sich viele Bauherren mittlerweile für Häuser, die bestimmte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Eine kluge Wahl, denn vieles spricht für eine nachhaltige Bauweise.

Das Thema Nachhaltigkeit ist längst aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Mittlerweile achten viele Verbraucher beispielsweise beim Einkauf darauf, dass möglichst wenig Verpackungsmüll anfällt. Andere gehen noch einen Schritt weiter und verzichten auf ihr Auto oder setzen bei der Geldanlage auf Produktlösungen wie nachhaltig gemanagte Investmentfonds. Und auch immer mehr Immobilienkäufer und Bauherren berücksichtigen das Thema Nachhaltigkeit – etwa, indem sie sich für eine Wohnung mit geringen Heizkosten entscheiden oder ein Haus in nachhaltiger Bauweise wählen.

Das zeigt auch eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Fertighaus Holding aus dem Jahr 2018: So wollen rund drei von vier Befragten möglichst viele Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen. Eine sinnvolle Wahl, denn vieles spricht für eine langfristig positive Wertentwicklung solcher Immobilien, sofern die Lage stimmt:

 

Geringerer Energieverbrauch

Nachhaltig konzipierte Häuser zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass zum Beheizen nur wenig Energie benötigt wird. Beim sogenannten Nullenergiehaus sind die Bewohner in der Regel gar nicht mehr auf zusätzliche Energiezufuhr angewiesen, beim Plusenergiehaus wird sogar mehr Energie erzeugt als benötigt wird. Das macht sich auch im Portemonnaie bemerkbar, denn die Strom- und Heizkosten fallen bei solchen Häusern weitaus niedriger aus oder entfallen im Idealfall übers Jahr gesehen sogar ganz. Zwar sind die Baukosten bei nachhaltig konzipierten Häusern im Schnitt höher, doch viele Fördermöglichkeiten – etwa regionale Programme oder die zinsgünstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), helfen, die Mehrkosten zu finanzieren.

 

Weniger Abhängigkeit von der Entwicklung der Energiepreise

Sind die Heizkosten geringer, sinkt auch die Abhängigkeit von der Entwicklung des Ölpreises. An die ist wiederum der Preis für Erdgas gekoppelt. Das sorgt für mehr Planungssicherheit bei den monatlichen Ausgaben. Bauherren und Käufer müssen sich bei energetisch hochwertigen Häusern und Wohnungen somit weniger Gedanken um die Entwicklung der Nebenkosten machen, die sich bei älteren Gebäuden mit geringer Wärmedämmung oftmals als „zweite Miete“ erweisen.

Bessere Vermarktungsmöglichkeiten bei Verkauf/Vermietung

Vermieter und Verkäufer sind verpflichtet, spätestens beim Besichtigungstermin den Energieausweis zur Immobilie vorzulegen. Somit rückt der Energieverbrauch für die Entscheidung der Interessenten stärker in den Vordergrund. Damit steigen die Vermarktungschancen von Immobilien in nachhaltiger Bauweise. Da sich immer mehr Menschen mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen, dürfte dies die Verkaufs- und Vermietungschancen zusätzlich verbessern.

Hoher Wohnkomfort

Nachhaltiges Bauen erweist sich auch in puncto Wohnkomfort als Vorteil. Viele Verbraucher achten mittlerweile auch auf Themen wie den Schadstoffgehalt von Wohntextilien und Baumaterialien. Schädliche Ausdünstungen von Wandfarben, Bodenbelägen oder Dämmmaterialien gibt es bei Häusern in nachhaltiger Bauweise nicht. Zudem ermöglicht die oftmals integrierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eine dauerhafte Frischluftzufuhr, ohne die Räume durch Stoßlüften auszukühlen. Auch dies sorgt für hohen Wohnkomfort – insbesondere im Winter.

 

Mit gutem Gewissen wohnen

Ein unbezahlbarer Faktor ist auch das gute Gefühl, mit einem nachhaltig errichteten Energiesparhaus einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten und weitgehend auf den Verbrauch fossiler Ressourcen zu verzichten.