Zuschüsse, Darlehen und Steuerboni

Eine Lüftungsanlage sorgt automatisch für frische Luft im Haus. Denn sie versorgt Bewohner mit Sauerstoff, transportiert Schadstoffe nach draußen und beugt der Schimmelbildung vor. Entscheiden sich Hausbesitzer für eine Anlage mit Wärmerückgewinnung, sparen sie sogar Heizkosten. Und das Beste: Wer die Technik nachrüsten lässt, bekommt aktuell eine hohe Förderung für die Lüftung.

Diese Lüftungsanlagen fördert der Staat

Nach einer Sanierung ist die Lüftungsanlage oft Pflicht. Denn dichte Fenster und Dächer sorgen dafür, dass von selbst kaum Außenluft durch das Haus zirkuliert. Während Wärmeverluste und Heizkosten sinken, sammeln sich Schadstoffe, Gerüche und Feuchtelasten in der Raumluft an.

Beseitigen lassen sich diese häufig nur mit aufwendigem Stoßlüften. Eine komfortable und sichere Alternative ist der Einsatz von Lüftungstechnik. Das Besondere daran: Der Staat bietet eine Förderung der Lüftung, wenn diese eines der folgenden Kriterien erfüllt:

  • zentrales Abluftsystem mit sparsamen Ventilatoren und bedarfsgeführter Regelung (nach Feuchte-, Kohlendioxid- oder Mischgasgehalt)
  • zentral, dezentral oder raumweise arbeitende Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung und sparsamen Ventilatoren
  • Kompaktgeräte mit Luft-Luft-Wärmeübertrager und Abluftwärmepumpe, die energiesparend arbeiten und viel Wärme bereitstellen
  • Kompaktgeräte mit Luft-Luft-/Wasser-Wärmepumpe, die sparsam arbeiten und viel Wärme aus der Abluft zurückgewinnen

Die Förderung der Lüftung gibt es nur bei der Sanierung. Wer sich beim Bau eines energieeffizienten Neubaus für eine Lüftungsanlage entscheidet, kann die Kosten in der Regel bei der Hausbauförderung anrechnen.

Weitere Informationen zu den technischen Voraussetzungen sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung der Fördermittel enthält das interaktive Förder-eBook auf energie-fachberater.de

Verschiedene Programme zur Förderung der Lüftung

Wer eine effiziente Lüftungsanlage nachrüsten lässt, kann aus verschiedenen Förderprogrammen wählen. So gibt es Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Kosten über das Programm 430 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Während diese Gelder nur Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern zur Verfügung stehen, gibt es zinsgünstige Darlehen für alle Sanierer von Wohngebäuden.

Die Kredite sind über das KfW-Programm 152 erhältlich und zur Förderung der Lüftung mit einem 20-prozentigen Tilgungszuschuss ausgestattet. Letzterer reduziert die zurückzuzahlende Summe, wenn die Lüftungsanlage den technischen Voraussetzungen entspricht.

Alternativ zu den Fördermitteln der KfW gibt es den Steuerbonus für die Sanierung. Wer diesen nutzt, kann 20 Prozent der Sanierungskosten von seiner Einkommensteuerlast abziehen. Die steuerliche Förderung der Lüftung ist auf 40.000 Euro begrenzt und über einen Zeitraum von drei Jahren zu verteilen. Voraussetzung ist, dass Sanierer ein mindestens 10 Jahre altes Haus selbst nutzen.

Wer die technischen Mindestanforderungen nicht erfüllt, kann die Handwerkerkosten der Maßnahme steuerlich geltend machen. Die Förderung der Lüftung liegt bei 20 Prozent der Lohnkosten und ist pro Jahr auf einen Betrag von 1.200 Euro begrenzt.

Die Förderung der Lüftung rechtzeitig beantragen

Um die Fördermittel zu nutzen, müssen Sanierer diese vor dem Beginn der Umbauarbeiten beantragen. Möglich ist das mit einem Energieberater über das Zuschussportal der KfW (Zuschussvariante) oder die eigene Hausbank (Darlehensvariante). Wer einen Steuerbonus nutzen möchte, kann diesen nachträglich über die Einkommensteuererklärung geltend beantragen.

Wie Interessenten die Fördermittel richtig beantragen und was bis zur Auszahlung der Mittel zu beachten ist, erklärt das interaktive Förder-eBook auf energie-fachberater.de Schritt für Schritt.