Häuslebauer, Renovierer und Wohnungskäufer aufgepasst. Es tut sich was bei der Förderung rund um die Energieeffizienz von Wohnhäusern und die Installation von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien: Am 1. Juli startet die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie löst die bisherigen Förderprogramme der Förderbank ab, mit denen sich Baumaßnahmen rund um die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien einfacher finanzieren lassen. Die seit Jahren laufenden KfW Förderprogramme wurden damit neu justiert und umbenannt, teils ändern sich auch die Fördersummen.

 

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Überblick:

Kauf/Neubau/Umbau zum Effizienzhaus: „Wohngebäude – Kredit“ (261, 262)

Diese Programme ersetzen das bisherige Programm 153 „Energieeffizient Bauen – Kredit“ sowie das Programm 152 „Energieeffizient Sanieren – Kredit“. Die neuen Förderprogramme richten sich sowohl auch Bauherren als auch Käufer und Sanierer. Sie erhalten je nach Bauvorhaben bis zu 150.000 Euro als Kredit von der KfW, wenn das Gebäude nach Erstellung oder Durchführung von Sanierungsmaßnahmen einen Effizienzhaus-Standard erfüllt. Für Einzelmaßnahmen beträgt die maximale Kredithöhe 60.000 Euro. Je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard spendiert die KfW einen Tilgungszuschuss, der bei 15 Prozent von maximal 120.000 Euro für den Effizienzhaus-55-Standard liegt und sukzessive auf 25 Prozent für den Effizienzhaus-Standard 40 Plus ansteigt.

Im Vergleich zu den bisherigen Förderprogrammen fällt zum einen die maximale Kreditsumme für den Effizienzhaus-Standard 40 Plus um bis zu 30.000 Euro höher aus und zum anderen gibt es nun einen Erneuerbare-Energien-Bonus sowie einen Nachhaltigkeitsbonus: Tragen erneuerbaren Energien mindestens 55 Prozent zur Wärmeversorgung des Hauses bei, erhalten Bauherren ebenfalls bis zu 150.000 Euro, zudem erhalten sie zusätzlich 2,5 Prozent der Kreditsumme als Tilgungszuschuss. Wer also beispielsweise ein Effizienzhaus 40 mit Erneuerbare Energie-Klassifizierung baut, erhält maximal 150.000 Euro und einen Tilgungszuschuss von 22,5 statt 20 Prozent beziehungsweise maximal 33.750 Euro. Damit fällt der höchstmögliche Zuschuss um 9.750 Euro höher aus als bisher.

 

Kauf/Neubau/Umbau zum Effizienzhaus: „Wohngebäude – Zuschuss“ (461)

Das neue Förderprogramm richtet sich an Bauherren, die ein Neubau-Effizienzhaus planen oder ein bestehendes Wohnhaus zum Effizienzhaus umbauen wollen und hierfür keinen Kredit benötigen. Sanierer erhalten bis zu 75.000 Euro als Zuschuss, für Neubauten gibt es bis zu 37.500 Euro. Fünf Prozent extra gibt es dazu, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan erstellt wird.

Je nach erreichtem Standard beträgt der Zuschuss bei Neubauten 15, 17,5, 20, 22,5 oder 25 Prozent von bis zu 120.000 oder 150.000 Euro. Für die Baubegleitung bei Neubauten spendiert die KfW ebenfalls einen Zuschuss. Er liegt bei bis zu 5.000 Euro bei Einzel- und Doppelhäusern, bei Eigentumswohnungen sind es maximal 4.000. Euro. Bei Sanierungsvorhaben beläuft sich der maximale Zuschuss auf 75.000 Euro beziehungsweise 45 Prozent von 150.000 Euro. Dieser Betrag ist bei Erreichen des Effizienzhaus-Standards 40 Erneuerbare Energien-Klasse möglich.

 

 

Einzelmaßnahmen: BAFA oder KfW

Wer Einzelmaßnahmen wie etwa die Dämmung der Fassade plant, erhält wahlweise von der KfW bis zu 60.000 Euro Kredit und einen Tilgungszuschuss, der je nach Maßnahme zwischen 20 und 40 Prozent liegt. Bei Maßnahmen rund um die Heizungstechnik winkt je nach Projekt ein zusätzlicher Zuschuss von bis zu zehn Prozent, falls eine Ölheizung ausgetauscht wird. Wer beispielsweise eine Gas-Hybridheizung installieren lässt, erhält dann nicht 30, sondern 40 Prozent der Investitionskosten als Zuschuss.

Bislang spendierte die KfW für Einzelmaßnahmen 20 Prozent von maximal 50.000 Euro. Die neuen Tilgungszuschüsse fallen also höher aus, ebenso die Kreditsumme. Wer das nötige Kleingeld für Einzelmaßnahmen mitbringt, kann sich beim BAFA einen Zuschuss sichern. Er entspricht dem Tilgungszuschuss für die KfW-Darlehen.

 

 

Unser Tipp für Sie

Informieren Sie sich zunächst genau über die Förderkonditionen und beachten Sie auch die Fristen für die Antragstellung. Unsere Finanzierungsberater unterstützen Sie gern dabei.