Sie möchten neu bauen oder einen Kachelofen, Kaminofen oder eine Pelletheizung neu in ein bestehendes Haus einbauen? Dann müssen Sie aufgrund der neuen Vorschrift für Schornsteine künftig einen Schornstein haben, dessen Austrittsöffnung so weit über das Dach hinausragt. So werden die Abgase von der natürlichen Luftströmung fort getragen. Das ist wichtig, denn vor allem eng bebauten Wohngebieten werden kaum von einer natürlicher Luftströmung durchströmt. Dadurch sammeln sich die Luftschadstoffe hier in Bodennähe und das ist nicht gerade gesund.

Ziel der Neuregelung ist es die Luftqualität weiter zu verbessern.

Denn mit dem Verbrennen von Festbrennstoffen wie Holz oder Kohle entstehen oft gesundheitsgefährdende für das Auge unsichtbare und geruchlose Stoffe.

Die neue Vorschrift für Schornsteine ab 01.01.2022 im Überblick

Die neuen Ableitbedingungen der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) mit einer Leistung von weniger als einem Megawatt regelt Folgendes:

  • Bei einer Dachneigung bis 20 Grad muss der Schornstein den First um mindestens 40 Zentimeter überragen oder mindestens 1 Meter von der Dachfläche entfernt sein.
  • Bei einer Dachneigung von mehr als 20 Grad muss der Schornstein den First um 40 Zentimeter überragen oder einen horizontalen Abstand von mindestens 2 Metern und 30 Zentimetern zur Dachfläche haben.
  • Außerdem muss der Schornstein bei einer Leistung von bis zu 50 kW die Oberkanten von Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen im Umkreis von 15 Metern um mindestens 1 Meter überragen.

Haben Sie bereits eine Anlage in Betrieb, ist diese von der Neuregelung nicht betroffen. Entspricht Ihr Schornstein den aktuellen Regeln der Technik (aktuell gültige 1. BImSchV), darf er daher bestehen bleiben.

Weitere Informationen und Auskünfte erhalten Sie von Ihrem Schornsteinfeger.