Die Tage werden immer kürzer. Die Temperaturen sinken deutlich ab. In vielen Haushalten laufen die Heizungen bereits auf Hochtouren. Schon jetzt zeigt sich, dass 2021 sehr viel heizintensiver als im Vorjahr sein wird und das obwohl die richtige Heizperiode in den nächsten Wochen erst noch losgeht. Der Heizspiegel prognostiziert stark steigende Heizkosten bei Öl- und Gasheizungen.

Im vergangenen Jahr war das Wetter in Deutschland relativ mild, sodass bei vielen Haushalten die Heizkosten im Vergleich zu den Vorjahren gesunken sind. Ganz anders wird das 2021 sein. Daher müssen Sie sich dieses Jahr – egal ob Eigentümer*in oder Mieter*in – auf einen starken Anstieg der Heizkosten und Nachzahlungen einstellen.

Grund dafür ist sicherlich zum Teil das kühlere Wetter im Vergleich zum Vorjahr, aber vor allem auch die steigende Energiepreise für Öl und Gas und der seit Jahresbeginn 2021 geltende CO2-Preis treiben die Kosten in die Höhe.

Was hat es mit dem CO2-Preis auf sich?

Die Höhe der zusätzlichen Kosten durch den CO2-Preis fürs Heizen hängt vom Verbrauch und Energieträger ab. Letzterer sorgt je nach Wahl für unterschiedlich viel Co2 in der Atmosphäre. Wer etwa mit Heizöl heizt, zahlt deswegen mehr.

So müssen Sie Heizöl mit 7,9 Cent pro Liter und Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde versteuern.
Zukünftig wird der CO2-Preis jedes Jahr weiteransteigen: von 25 Euro bis zum Jahr 2026 in einen Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne.

 

Was bedeutet das für Sie als Eigentümer*in bzw. Mieter*in?

Als Eigentümer*in einer Immobilie können Sie sehr viel mehr Einfluss auf die Mehrkosten durch die Co2-Bepreisung nehmen, als Mieter*in. So können Sie beispielsweise über eine Optimierung Ihrer Heizanlage oder Gebäudehülle nachdenken.

Auch wenn die Gestaltungsmöglichkeiten für Sie als Mieter*in begrenzt sind, gibt es verschiedene Sparpotentiale, die Sie überprüfen können. Überdenken Sie beispielsweise Ihr persönliches Heizverhalten. In nur wenigen Klicks können Sie auch die Preise Ihres Anbieters mit anderen vergleichen und gegebenenfalls wechseln beziehungsweise den Vermieter darum zu bitten, denn die Heizung gehört dem Vermieter.

 

Wussten Sie bereits, dass Sie bei Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht haben?

Energieversorger müssen Preiserhöhung, die sie an Ihre Verbraucher weitergeben wollen mit einer Frist von sechs Wochen vorher ankündigen. Ihnen als Kunde*in bleibt aufgrund Ihres Sonderkündigungsrechts dann noch Zeit um zu reagieren und sich nach einem neuen Anbieter umzuschauen.

 

Sie bauen neu oder Ihre Heizung ist schon in die Jahre gekommen und muss ausgetauscht werden?

Dann sollten Sie die Co2-Bepreisung im Kopf behalten und auf erneuerbare Energien setzen. Langfristig ist ein Umstieg auf alternative Energieträger zu empfehlen. Pelletheizung, Wärmepumpe oder Solarthermie nutzen erneuerbare Energien.

Gleich zwei Vorteile gibt es hier für Sie: Die Co2-Abgabe fällt hier nicht an und der Einbau wird staatlich gefördert.

 

Unser Tipp für Sie:

Mit einem Heizungsbauer und Energieberater an der Seite sind Sie rundum gut beraten und sichern sich schnell die bestmögliche staatliche Förderung. In unserem Dienstleister-Portal finden Sie von der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden empfohlene Dienstleister und Handwerker aus der Region, die nicht nur zuverlässig sind, sondern auch zertifiziert und geprüft.

Zum Dienstleister-Portal